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Wir bekommen es seit Jahren eingebläut und als gut aufgeklärte Bürger wissen wir es schon lange. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA) geben wir mit Kondomen “AIDS keine Chance”.
So haben wir letztendlich z.B. die Wahl zwischen “Fantasien ausleben” und “AIDS riskieren” (siehe Bild). Aber was ist mit Fantasien ausleben und AIDS
riskieren? Diese Möglichkeit gibt es laut Werbeplakat nicht.
Aber: Wie sicher sind Kondome wirklich? Auf der Seite “Kondome schützen” des BZgA lesen Sie dazu: “Dass Qualitäts-Kondome ein
gut wirksamer Schutz gegen HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten sind, ist bereits seit langer Zeit und weltweit durch umfangreiche Studien
(u.a. bei Paaren, bei denen ein Partner HIV-infiziert ist und die über lange Zeit ein aktives Sexualleben miteinander haben) gesichert
worden. Die Empfehlung von Kondomen zum Schutz vor HIV wird deshalb überall auf der Welt gegeben, sie wird von allen relevanten und renommierten Institutionen wie auch der Weltgesundheitsorganisation, den
Vereinten Nationen und in allen Ländern getragen, in denen wirksame HIV-Prävention ein erklärtes nationales Ziel ist. ”
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Wenn es diese gesicherten Studien gibt, warum findet man dann auf den BZgA Seiten keine Information über die Ergebnisse dieser Studien?
Vielleicht deshalb, weil die Zahlen die propagierte “Sicherheit” nicht bestätigen? Wenn Sie beispielsweise annehmen, die Sicherheit von Kondomen gegen HIV würde bei 99.9%,
oder zumindest 99%, aber sicherlich über 95% liegen, so liegen Sie leider ziemlich daneben. So sicher sind Kondome leider nicht. Weitere Informationen dazu unter: “Wie sicher sind Kondome wirklich?” Hier nun die Zahlen:
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Quelle
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Risikoreduktion
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Risikoreduktion Min.
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Risikoreduktion Max.
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basiert auf Anzahl Studien
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WHO
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80%
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35%
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94%
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14
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UNAIDS (Seite 15 unten)
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90%
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69%
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93%
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4
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In “Zahlen und Fakten” der BZgA lernen wir: “Knapp zwei Drittel aller Infektionen in Deutschland sind auf ungeschützten Sex zwischen Männern zurück zu führen.” Es ist zwar richtig, dass MSM (Männer, die Sex mit Männern haben) besonders von
HIV-Neuinfektionen betroffen sind, aber dass diese alle ungeschützten Sex hatten, ist eine Vermutung. Ob diese Vermutung richtig ist, muss man in Frage stellen, wenn man
sich folgendes bewusst macht. Bei einem One-Night-Stand in Deutschland gilt: Die Wahrscheinlichkeit für einen homosexuellen Mann auf einen HIV- infizierten Homosexuellen
zu treffen (etwa jeder 20.te ist infiziert) ist etwa um den Faktor 120 (!) höher, als für einen heterosexuellen Mann auf eine mit HIV-infizierte heterosexuelle Frau (etwa jede
2400.te ist infizierte). Basierend auf den Zahlen von UNAIDS zur Sicherheit von Kondomen vor einer HIV-Infektion bedeutet dies: Das Risiko einer HIV-Infektion ist bei
einem homosexuellen One-Night-Stand mit Kondom etwa um den Faktor 12 (= 1.100%) höher als bei einem heterosexueller One-Night-Stand ohne Kondom. Die einfachen
Werbebotschaft von Gib-AIDS-keine-Chance: “Ohne Kondom gefährlich, mit Kondom ein sehr guter Schutz” stimmt nicht immer und suggeriert eine Sicherheit, die für bestimmte
Bevölkerungsgruppen zu einem tödlichen Verhängnis werden kann.
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